Philipp Lahm nicht mehr TV-Experte

Die ARD hat seit dem Abgang des legendären Duos Delling und Netzer kein Glück mehr bei der Suche nach einem Experten bei der Übertragung von Fußballspielen. Nachdem es auch mit Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl nicht so richtig funktionieren wollte, hat man sich nun auch vom Kapitän des Weltmeister von 2014, Phillip Lahm, getrennt.

Lahm habe zu wenig Kritik geäußert bei der vergangenen WM, als er zusammen mit der Moderatorin Jessy Wellmer vom Tegernsee berichtete. Allerdings hatte er über soziale Netzwerke Kritik am Führungsstil Joachim Löw’s geäußert, aber eben nicht vor laufenden Kameras.

Philipp Lahm wurde am 11. November 1983 in München geboren. Genauer gesagt im Stadtteil Gern, für dessen Jugendklub er auch schon als Kind und Jugendlicher seine Fußballschuhe schnürte.

1995 folgte der rasante Aufstieg des Müncheners. Im gleichen Jahr wurde er von den Bayern für dessen Nachwuchsabteilung verpflichtet. 2001 spielte er in der Amateurmannschaft des Rekordmeisters. Auf Betreiben seines Trainers Herrmann Gerland wechselte der spätere Weltmeister von 2003 bis 2005 auf Leihbasis zum VfB Stuttgart, da die beiden Außenverteidigerpositionen des FC Bayern mit Lizarazu und Sagnol noch zu gut besetzt waren.

2005 kehrte er zurück an die Isar und wurde ab der Saison 2006 Stammspieler zunächst auf der linken Abwehrseite. Zum Saisonende 2017 beendete der Kapitän der Bayern nach 385 Bundeligaspielen seine Karriere.

Im Februar 2004 begann beim Auswärtsspiel der DFB-Elf in Split gegen Kroatien seine erfolgreiche Karriere bei der Nationalelf. Sein Tor bei Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft 2006 zum 1:0 gegen Costa Rica und sein Sieg-Tor im Halbfinale der EM 2008 gegen die Türkei in der 90. Minute, bleiben unvergessen.

Nach der WM in Brasilien 2014, die mit dem Titelgewinn endete, beendete er nach 113 Spielen seine Laufbahn in der deutschen Nationalmannschaft, deren Kapitän er seit 2010 gewesen war.

Seine Titelsammlung ist sehenswert: Weltmeister, Vize-Europameister, Champions-Leaque-Sieger, Weltpokalsieger, Europäischer Super-Cup-Sieger, acht Deutsche Meistertitel und sechs nationale Pokalsiege.